Billards in der englischen Variante ist ein normales Spiel für zwei Personen oder aber auch zwei Teams. Beide Teams haben bei Billards ihren eigenen Spielball, der entweder in der Farbe weiß oder auch gelb, manchmal auch gepunktet ist. Genau mit diesem müssen die Teams beim Billards den roten Objektball lochen, was unter dem Fachbegriff Winning Hazard bekannt wird und dem Team damit drei Punkte einbringt. Eine weitere Möglichkeit einen Winning Hazard zu spielen, ist es, ganz einfach den Spielball der gegnerischen Mannschaft zu lochen, was dem Team dann jedoch nur zwei Punkte einbringt. Hierbei bleibt der Spielball so lange aus dem Spiel, bis diese aktuelle Aufnahme komplett beendet ist.

Der Losing Hazard beim Billards wird erreicht, indem man den eigenen Spielball, nach einer kurzen Berührung mit einer der jeweils anderen beiden Bälle, einlocht. Sollte es sich bei diesem um den fremden Spielball handeln, wird der Losing Hazard mit zwei Punkten belohnt. Beim Objektball bekommt man dafür drei Punkte gutgeschrieben. Die Spieler setzen die Aufnahme fort, indem sie aus dem „D“ nicht in die Richtung Baulk spielen.

Doch es gibt noch eine vierte und letzte Möglichkeit einige Punkte zu bekommen. Hierfür muss man den eigenen Spielball zum einen mit dem fremden Spielball, aber auch mit dem Objektball versuchen in direkten Kontakt zu bringen. Dies wird in Billards Fachkreisen ganz einfach Cannon genannt und wird wiederum mit zwei Punkten gewertet.

Doch auch Kombinationen aus Hazards und Cannon sind beim Billards möglich. Mit einem einzigen Stoß können somit schnell maximal 10 Punkte erzielt werden. Dies wäre z. B. wie folgt möglich: Ein Cannon über dem Objektball erst, nachdem bereits alle drei Bälle in die Taschen gefallen sind. Bei einem Foul, das bei den Billards ja nicht selten vorkommt, wie u. a. den Ball vom Tisch zu schießen oder auch durchzustoßen, erhält das gegnerische Team als Strafe 2 Punkte auf sein Konto gutgeschrieben. Billards kann man in zwei Varianten spielen, bis das Spielergebnis entschieden ist. Entweder man legt im Vorfeld eine genaue Zeit fest, in der man spielen will oder man einigt sich auf einen bestimmten Punktestand, bei dem der gewinnt, der diesen zuerst erreicht.

Das English Billards entstand, wie der Name schon sagt in England, dies war im 18. Jahrhundert. Es ist bis heute wohl die mit am bekanntesten Variante des Loch Billards. Der Unterschied liegt am Tisch. Hier wird nämlich an einem 12-Fuß Tisch gespielt, während die anderen Tische ja etwas kleiner sind und auch vom Design anders sind. Auch dieser besitzt 6 Taschen. Dieser Riese ist mittlerweile auch eher als Snooker-Tisch bekannt. Snooker-Spieler benutzen die gleichen Tische wie die Billards.

Snooker hat dem Billards außerhalb der Britischen Staaten jedoch bereits den Rang abgelaufen, auch wenn dies er viel später entstanden ist. Auch Billards wird mit 3 Kugeln gespielt, der Aufbau ist also ähnlich. Doch auch außerhalb von England befindet sich eine treue Fangemeinde. Dies sind vor allem Länder wie Neuseeland, Indien, Thailand, Österreich, Südafrika und Australien. Billards erfordert auf jeden Fall ein gewisses Können, mit Glück kommt man hier nicht weit.

Muss man doch bereits Spielzüge im voraus bedenken und auch so spielen, dass sein eigenes Billards Konzept aufgeht. Aus dieser Billards Variante gingen bereits mehrere erfolgreiche Spieler hervor. Da wären z. B. die ersten William Cook und John Roberts Jr., die Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Tisch zauberten. Seit über 20 Jahren gehört der Engländer Mike Russell zur Billards Weltspitze, ebenso wie der Inder Geet Sethi, die beide jeweils schon 9 x Weltmeister waren. Der mehrfache IBSF-Weltmeister namens Pankaj Advani aus Indien, sowie der Engländer Peter Gilchrist, dieser startet mittlerweile für Singapur, haben sich in der Billards Welt auch bereits einen Namen gemacht.