Mit Billard ist es wie mit jeder anderen Sportart auch. Wer einmal vom Virus angesteckt worden ist und den Sport mit Leidenschaft ausübt, der kann nicht genug davon bekommen. Wenn der Sport allein betrieben werden kann, ist alles in Ordnung. Dann liegt es ausschließlich in der Hand des Sportlers, wie oft er zum Beispiel schwimmen oder laufen geht. Aber so wie beim Billard mindestens eine zweite Person vonnöten ist, gibt es manchmal Probleme. Dann hilft nur eines: Man muss in einen Billard Club eintreten.

Einen Billard Club gibt es heutzutage in Deutschland fast in jeder Stadt. Nicht immer muss es sich dabei um einen eingetragenen Verein handeln. Gerade in kleineren Städten oder in ländlichen Regionen organisieren sich Sportler in einem Billard Club, die Gaststätten mit Billardfacilitäten angegliedert sind. In einem solchen Billard Club wird aus Spaß an der Freude gespielt. Davon zeugen auch die sogenannten Hausregeln, nach denen in diesen Clubs gespielt werden.

Die Hausregeln im Billard Club gestatten dem Hobbyspieler, was einem Profi oder Vereinsspieler oft nicht erlaubt ist. Ein Beispiel: Ein Profi darf die Position der Kugel auf dem Spieltisch nicht manuell verändern. In den Hausregeln ist es aber meistens gestattet, einen Spielball etwas wegzurücken, wenn er zu nah an der Bande liegt. Hintergrund ist natürlich, dass das Können der Hobbyspieler im Billard Club nicht immer reicht, um so schwierige Stöße auszuführen.

Der Billard Club in der Stammkneipe ist eine tolle Einrichtung, um sportliche Betätigung und soziale Kontakte zu verbinden. Hier kommt es nicht nur auf die Leistung an. Auch das Zusammensein und das gemeinsame Verleben eines Abends stellt hier einen Wert für sich dar. Der Wettbewerbs-Charakter muss dabei übrigens nicht zu kurz kommen. Auch in einem privaten Billard Club möchte schließlich jeder der Beste sein und will man die Spielqualität konstant verbessern. In einigen Regionen Deutschlands gibt es darüber hinaus auch Turniere unter den Kneipen-Clubs. Da geht es dann nicht anders zu als bei Fußball-Kneipenmannschaften. Man kennt seine Grenzen, aber man möchte sich auch nicht blamieren.

Ein etwas anderes Kaliber ist dagegen der Billard Club, in dem es darum geht, in einem Vereinsteam zu spielen. Beim Billard gibt es, wie beim Fußball, viele unterschiedlich leistungsfähige Ligen bis hin zur Bundesliga. Wer in einem solchen Billard Club spielt, muss schon einiges Können um im wahrsten Sinne des Wortes am Ball zu bleiben.

Doch es lohnt sich. In einem offiziell anerkannten Billard Club kann der Spieler sportliche Erfolge feiern, er wird bekannt und kann sich eventuell zum Profi mausern. Manch Spieler ist durch seinen Billard Club erst groß geworden und hat aus dem sportliches Hobby schließlich einen Beruf gemacht. Einen Beruf übrigens, bei dem die Verdienstchancen sehr hoch sind.

Mit dem Vormarsch des Internets ist es unvermeidlich, dass sich Spieler auch in einen virtuellen Billard Club eintreten können. Der Billard Club im Netz übernimmt die gleichen Funktionen wie der Billard Club in der Stammkneipe. Er garantiert vor allem, dass jemand, der spielen möchte, auch tatsächlich einen Gegner findet.

So einem Billard Club im Internet muss man ebenso beitreten, wie einem Billard Club im richtigen Leben. Meistens, aber nicht immer wird ein Clubbeitrag verlangt. Die Mindestanforderung aber liegt darin, dass die Spieler sich registrieren müssen. Schließlich will man es in einem Billard Club wissen, mit wem man es auf der anderen Seite des Tisches zu tun hat. Das gilt auch an einem virtuellen Spieltisch.

Gegenüber dem Kneipenclub hat der Billard Club im Netz den Vorteil, dass er rund um die Uhr geöffnet hat. Irgendwo auf der Welt wird der Spieler einen Gegner finden, der auch gerade nicht schlafen kann, allein am Heiligabend zu Haus sitzt oder sich von einem Problem ablenken muss.